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Die tote Liese. Im gewitterreichen Juli war’s. … In einer Gewitternacht … Pechschwarz das Firmament … Ganze Garben von Blitzen fuhren über diese schwarzen Tücher hin, mit denen der Himmel wie eine Grabkapelle verhängt zu sein schien … Und wenn diese leuchtenden Flammenlinien aufzuckten und für Sekunden die Umgebung der Büsche aus der Finsternis jählings herausrissen, jener Büsche, in denen wir beide nun schon drei Stunden kauerten, – dann erkannte ich fünf Schritt vor mir auf dem lehmigen, vor Nässe glänzenden Boden der Sandgrube das armselige Etwas mit den gen Himmel gereckten Beinen: ein Pferd, das am vergangenen Tage hier vom Blitz erschlagen worden war … Nur ein totes Pferd … Nur … [4] Und doch der einzige Besitz des alten buckligen Fuhrmanns, der hier aus der großen Grube den schneeweißen Sand holte, den er dann in den Straßen Berlins verkaufte, – ein kläglicher Verdienst, kläglich wie der Bucklige selbst. – Dieser alte Mann, der nun nichts mehr sein eigen nannte als einen zweiräderigen Karren und eine baufällige kleine Baracke von Haus, fernab von den neueren Gebäuden des Berliner Vorortes Altschmargendorf, – dieser Siebzigjährige mit dem Gesicht eines biederen, verwitterten Seemannes, war gestern zu uns gekommen und hatte uns sein trauriges und doch auch so aufregendes Erlebnis erzählt … Sein Erlebnis in der Sandgrube halbwegs zwischen Altschmargendorf und dem waldreichen Zehlendorf … Hatte in Harald Harsts Arbeitszimmer im Klubsessel gelehnt, vielleicht zum ersten Mal in seinem wechselvollen Leben in einem Saffianledersessel, – hatte immer wieder betont, daß er uns kein Märchen auftische, so sonderbar sein Abenteuer am frühen Morgen dieses Tages auch gewesen sei. Mit zahnlosem Munde berichtete er in verblüffend fließender Darstellung das Erlebte, wenn auch einzelne Worte infolge seiner Erregung unverständlich blieben. Berichtete … „Wie immer, Herr Harst, so bin ich auch heute gegen sechs Uhr morgens von meinem Häuschen mit meinem Wagen nach der Sandgrube aufgebrochen. Der Himmel war bedeckt und die Luft unheimlich schwül … Für mich hat diese Gewitterschwüle noch mehr unangenehme Nebenwirkungen als für andere. Rheuma, – – na, Sie können sich’s denken, Herr Harst, und dann eine alte Schußwunde in der linken Schulter. Doch das sind olle Kamellen – – vorbei, vorüber! Man ist eben ein Wrack …“ „Sie waren Seemann, Herr Schnack? warf Harald ein und kniff die Augen noch mehr zusammen… Des Buckligen faltiges Gesicht verzog sich schmerzlich.

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ab 18 Kostenlos Single Frauen Hamm Balthasar Noß bekannte sich auf der ganzen Linie ohne jegliche Abmilderung schuldig. Infolge dieses Bekenntnisses wäre er nach bisheriger Praxis zweifellos zur Enthauptung, wenn nicht zur Einäscherung verurteilt worden. Bei mehreren Stellen des Protokolls unterbrach den Vorleser ein helldröhnendes Hohngelächter. Die Sache entbehrte nicht eines gewissen Humors, trotz ihrer Schauerlichkeit. Eine wirksamere Darlegung, daß der gesamte Hexenprozeß mit seinem ruchlosen Beweisverfahren allen Gesetzen der Vernunft Hohn spreche, war noch niemals erbracht worden. Aber es kam noch besser. Nach Ablegung seines eigenen Schuldgeständnisses hatte Herr Balthasar Noß in wahnwitziger Angst vor den Daumenschrauben und den spanischen Stiefeln auch eine Anzahl Mitschuldige angegeben. Da war erstens genannt Herr Doktor Adam Xylander, der jetzt im Krankenhause, von fürchterlichen Wahnvorstellungen gequält, sich des Mordes und des Meineids bezichtigte. Ferner die zwei bevorzugten Ratgeber des Landgrafen, der Hofmarschall Benno von Treysa und der Geheimsekretär Schenck von der Wehlen. Dann aber hieß es wörtlich wie folgt: „Auch bekenne ich hier aus freien Stücken, daß unter den Zauberern und Missethätern, mit denen ich, Balthasar Noß, auf dem Herforder Steinhügel zusammengekommen bin, um Gott zu verleugnen und dem Satan zu huldigen, auch der Landgraf Otto von Glaustädt-Lich voll unermüdlichen Eifers thätig gewesen ist. Möge die aufrichtige Reue die ich jetzt fühle, wirkungslos bleiben in alle Ewigkeit, möge ich ohne Gnade verdammt sein, wenn ich hier nicht die volle, unverschleierte Wahrheit kundgebe. Landgraf Otto von Glaustädt-Lich hat mit den übrigen Unholden wüste Gelage gefeiert, lästerliche Gebräuche verübt und auf die höllische Hostie geschworen, so viel Böses zu thun als irgend in seiner Macht stünde. Er hat gräßliche und schamlose Tänze vollführt, Gott und die heiligen Engel beschimpft und sich zuletzt mit dem Teufel, der die Gestalt eines blühenden Weibes hatte, vermählt. Nachdem der Gerichtsschreiber mir das vorliegende Protokoll Wort für Wort zu Gehör gebracht und mich gefragt hat, ob ich etwa dies oder das widerrufe, erkläre ich nochmals jede Silbe für unanfechtbar, so wahr der Himmel sich meiner erbarmen möge! Des zum Beweise folgt hier meine eigenhändige Unterschrift. So geschehen in Glaustädt am achtundzwanzigsten Julius anno domini sechszehnhundertundachtzig. Die Wirkung dieses Dokumentes auf die Versammelten war eine ungeheure. Von allen Seiten rief man dem Zunftobermeister Worte des Beifalls und der Bewunderung zu. Doktor Ambrosius schüttelte ihm voll Inbrunst die Hand.

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ab 59 Frau Sucht Mann 60 Gelsenkirchen Er zog und zog mit allen Leibeskräften. Welch prächtiger Hecht! Ein letzter Ruck. Da zog er an seiner Angel einen eisernen, über und über verrosteten Landsknechtshelm auf den Rasen. Bracke erblaßte. Es gibt Krieg! – In einem Garten sah Bracke, wie ein Gärtner beim Umgraben eine Maulwurfsgrille aus Versehen mit einem Spaten spaltete. Und wie nunmehr die vordere Hälfte in unverminderter Freßgier ihre eigene Hinterhälfte auffraß. Und erst dann krepierte. „So ist es, wenn zwei Völker Krieg führen“, sprach Bracke zu dem Gärtner. „Sie sind im wesentlichen und eigentlichen ein Volk – das [178] der Krieg spaltet. Und welches von den beiden Völkern auch siegen mag – es wird ihm grade gelingen, das andere aufzufressen, ehe es selbst krepiert. Da eins ohne das andere nicht leben kann. Bracke kam eines Tages in eine Burg der Grafen Schierstädt. Diese Burg war trefflich gerüstet für einen längeren Feldzug und auf Monate verproviantiert. Tiefe Wassergräben umgaben sie. Mauern drohten steil. Aus Schießscharten lugten Kartaunenrohre wie offene Mäuler bissiger Hunde.

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ab 18 Dating Voor Lager Opgeleiden Bottrop Und damit trat er wirklich ans Fenster und sah hinaus. »Aber Häuser und Menschen in der Lennéstraße. Da hätt ich mir freilich einen anderen Stadtteil und vor allem ein anderes Vis-à-vis suchen müssen. Alles ist so still und verkehrslos hier, als ob es eine Privatstraße wäre mit einem Schlagbaum rechts und links. Sei's drum; man muß die Feste nehmen, wie sie fallen, und die Straßen auch. Im übrigen wird sich schon was finden, das der Betrachtung aus der Vogelperspektive wert wäre. Das an der Ecke da, das muß der Schneckenberg sein (Erinnerung aus meinen Collège-Tagen her), und wenn ich Glück habe, so seh ich auch noch ein Stück von dem Schaperschen Goethe. Wahrhaftig, da blitzt so was zwischen den Bäumen; au fond sind Bäume besser als Häuser, und ein bißchen Publikum wird sich auch noch einstellen. Wo Bänke stehen, stehen auch Menschen in Sicht. Als ich Berlin Ende Mai passierte, schien der Tiergarten, speziell hier herum, aus lauter roten Kopftüchern und blauweißen Kinderwagen zu bestehen, und wenn erst die Mittagssonne wieder brennt, werden auch die roten Kopftücher wieder dasein. Und vielleicht auch die zugehörige Soldateska. Bis dahin muß ich mich mit dem Schlangenungetüm begnügen, das da, zehn Ellen lang, im Grase liegt. Ah, jetzt blitzt der Strahl über den Rasen hin. Er sah noch eine Weile dem Spritzen zu, freute sich, wie sich das Sonnenlicht in den Tropfen brach, und gab dann seinen Fensterplatz wieder auf, um endlich Ordnung zu schaffen. Rüstig ging er ans Werk und mußte lachen, als der Kleiderschrank bei jeder Berührung seiner Holzriegel quietschte. »Noch ganz die alte Zeit. So quietschten sie früher auch. Aber Berlin wird Weltstadt. Und während er so sprach, flogen die Kästen auf und zu, bis, nach Ablauf einer Stunde, nicht bloß die Stiefel aller Arten und Grade blank aufmarschiert in einer Ecke standen, sondern auch die Bürsten und sonstigen Reinigungsapparate des zivilisierten Menschen ihren richtigen Platz gefunden hatten.

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über 23 Partnersuche Unter 18 Schweiz Hamm ausstatten und rüsten, nämlich fea, flaca oder fria; nicht häßlich, schlapp oder kalt sein. Mit diesem Vorschlag verabschiedete sich der Bote von Gruffy. Wer war in Gedanken und Unruhe? Gruffy, denn er hatte starken Grund zu denken, daß ihm da irgendein Feind am Hofe einen bösen Streich spiele, daß er ihm etwas antäte, etwas Tödliches oder etwas, das der Rachsucht gegen den König entspränge. Er überlegte sich auch, welche Dame es sein konnte, ob groß, ob mittelgroß, ob klein; ob schön, ob häßlich, was ihn am meisten ärgern konnte; freilich sind, wie man sagt, bei der Nacht alle Katzen grau, und bleibt auch im Dunkeln eine F. eine F. Nachdem er sich also mit einem seiner vertrautesten Freunde beraten hatte, entschloß er sich, den Versuch zu wagen; von der Liebe einer Großen, wie er sie dahinter vermutete, brauchte er ja nichts zu befürchten oder zu besorgen. Als daher am andern Tag der König, die Königin, die Damen und alle Leute vom Hofe sich zurückgezogen hatten, um sich schlafen zu legen, verfehlte er nicht, sich an dem Ort einzufinden, den ihm der Bote bestimmt hatte; der versäumte ebenfalls nicht, ihn sogleich mit einem zweiten einzuholen, der ihm aufpassen half, ob Gruffy kein Page, kein Lakai, kein Kammerdiener, kein Edelmann folgte. Sobald er ihn sah, sagte er bloß: »Voran, mein Herr, Madame erwartet Euch. Sogleich verband er ihn und führte ihn durch dunkle enge Orte und unbekannte Durchgänge, so daß der andre ihm offen sagte, er wüßte nicht, wohin er geführt würde; dann brachte er ihn ins Zimmer der Dame, das so düster und dunkel war, daß er nichts darin sehen oder erkennen konnte, genau wie in einem Backofen. Er fand es freilich so wohlriechend und vorzüglich parfümiert, daß es ihm Hoffnung auf etwas Gutes machte; er mußte sich also sofort auskleiden, und der Begleiter half ihm dabei; dann nahm er ihm das Taschentuch ab und führte ihn an der Hand zu dem Bett der Dame, die ihn voller Hingabe erwartete; er legte sich an ihre Seite, befühlte, umarmte und liebkoste sie und fand nur das Beste und Köstlichste an ihr, sowohl an ihrer Haut, wie an ihrem Linnen, wie an ihrem ausgezeichneten Bett, das er mit den Händen betastete; so brachte er denn mit dieser schönen Dame, deren Name mir wohlbekannt ist, eine fröhliche Nacht zu. Kurz, es befriedigte ihn alles auf jegliche Art; er erkannte wohl, daß er für diese Nacht vortrefflich beherbergt war; nichts aber ärgerte ihn, sagte er, als daß er kein Wort aus ihr herausbringen konnte. Sie nahm sich in acht; denn er sprach tagsüber ziemlich häufig mit ihr wie mit den anderen Damen, und er hätte sie daher sogleich erkannt. An Schäkereien, Schmeicheleien, Liebkosungen, Berührungen, an Liebesbeweisen und Unzüchten jeder Art, an nichts ließ sie es fehlen: wie dem auch sei, er befand sich sehr wohl dabei. Am andern Morgen, bei Tagesgrauen, verfehlte der Bote nicht, ihn aufzuwecken, aus dem Bett zu bringen und anzukleiden, ihn zu verbinden, wieder an den Ort zurückzugeleiten, woher er ihn mitgenommen hatte, und Gott bis zur Rückkehr zu empfehlen, die bald stattfinden würde. Dabei fragte er ihn auch, ob er nicht die Wahrheit gesagt habe, und ob es ihm nicht gut bekommen sei, ihm geglaubt zu haben; und was ihn darum bedünke, daß er ihm als Furier gedient, und ob er ihm nicht ein gutes Unterkommen ausgemacht habe. Nachdem ihm der schöne Gruffy hundertmal gedankt hatte, sagte er ihm adieu, und er wäre stets bereit, zu einem so billigen Handel wiederzukommen, zurückzufliegen, wann er wolle; das tat er, und das Fest dauerte einen guten Monat; nach Ablauf desselben mußte Gruffy seine Reise nach Neapel antreten, er nahm Urlaub von seiner Dame und sagte ihr unter großem Bedauern Lebewohl, ohne daß er ihr nur ein einziges Wort entlocken konnte, es sei denn Seufzer und Tränen, die er aus ihren Augen rinnen fühlte. Wie dem auch sei, er trennte sich von ihr, ohne sie irgendwie erkannt oder in Erfahrung gebracht zu haben.

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über 49 Single Frauen Aus Schweinfurt Braunschweig Als Schritte im Nebenzimmer hörbar wurden, rief er: »Claudia« – da kam seine Frau. Ein sehr schlankes, feines Figürchen – ganz farbig – gleich fiel mir die unendlich feine Linie der abfallenden Schultern auf. Der blaue Musselin des Kleides floß so eng am Körper nieder, daß die Knie im Gehen leicht gegen den Stoff stießen, am Gürtel trug sie einen etwas zu großen Strauß weinroter Skabiosen. Der Kopf erschien mir zuerst überraschend; ganz leichtes, hellrotes Haar umgab ihn, das Gesicht darunter weiß und ruhig – und darin große, braunrote Augen farbig und samtig, wie die Blätter mancher Chrysanthemen. »Hier hab' ich uns den Herrn von Brühlen eingefangen«, sagte ihr Mann. Sie kam aufrecht und langsam heran, reichte mir die Hand – sah mich an – wie wir ein neues Möbel ansehen und sagte einfach: »Es freut mich sehr. Dann setzte sie sich auf das Sofa – saß da gerade – die Hände auf den Sitz gestützt. Der Baron plauderte weiter: »Wir sitzen hier in unserer Einsamkeit wie Spinnen und warten, ob sich jemand in unser Nest verirrt. Zuweilen fahre ich aus. Ein Jagdzug – da hab' ich Sie gefangen. Ja – ja« – Die Baronin sah mich an mit einem stetigen gleichgültigen Blick. Ich fühlte es, daß sie sich von dieser Jagdbeute nicht viel versprach. »Am Tage arbeiten wir« – fuhr der Baron fort – »an meinem großen Reisewerke. »Sie auch, Baronin? »Ja, ich auch«, sagte sie. In ihrem Blick lag jetzt etwas Erstauntes. Ich wußte, sie wunderte sich darüber, daß ich so dasaß und sie nicht einmal betrachtete. Gut – – ich will sie betrachten und da fiel es mir auf, wie wunderschön ihr Mund war – diese schmalen hellroten Linien, an den Winkeln etwas heraufgebogen und in ihrem Schwung ich weiß nicht welch seltsame Bewegungs- und Ausdrucksbereitschaft.

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ab 41 Er Sucht Sie. Wo Bist Du Köln In Oberstein hatte er den Wagen verlassen und fortgesandt, um die letzte Strecke zu Fuße zu besichtigen, und jetzt stand er auf einem Abhange, oberhalb der Wolkensteiner Schlucht, und sah den Arbeitern zu, die wie Ameisen geschäftig auf dem Schienengeleise und an dem Gitterwerk der Brücke wimmelten. Noch wenige Tage, dann war das Werk vollendet, das jetzt schon die allgemeine Bewunderung auf sich zog und im Laufe der nächsten Jahre von Tausenden angestaunt werden sollte; aber der, welcher es geschaffen, blickte so düster darauf hin, als sei ihm jede Freude an seiner Schöpfung genommen. Er war für heute noch einer Unterredung mit dem Präsidenten ausgewichen und hatte nur durch sein Nichterscheinen bei dessen Ankunft gezeigt, daß er bei seinem Nein blieb; aber es mußte doch noch zu einer letzten Auseinandersetzung zwischen ihnen kommen. Daß der Bruch ein endgültiger war, wußten sie beide; auch Nordheim war schwerlich mehr geneigt, einen Mann, der ihm so offen und verächtlich Trotz geboten hatte, von dem er auch in Zukunft keine Unterstützung seiner Pläne mehr erwarten durfte, zum Schwiegersohn anzunehmen. Es kam nur darauf an, auf welche Art man sich trennte, und das beiderseitige Interesse erforderte, daß es in möglichst schonender Form geschah. Darüber allein hatten sie sich noch zu verständigen, und das sollte morgen geschehen. Ein Hufschlag, der dicht hinter ihm ertönte, weckte Elmhorst aus seinen Gedanken, und sich umwendend, gewahrte er Erna von Thurgau auf einem der Bergpferde, welche man für den Gebirgsaufenthalt angeschafft hatte. Sie hielt sichtlich überrascht an, als sie den Chefingenieur erblickte. „Sie sind schon zurück, Herr Elmhorst? Wir glaubten, Ihre Fahrt würde Sie den ganzen Tag in Anspruch nehmen. „Ich bin früher mit der Besichtigung fertig geworden, als ich glaubte,“ versetzte Wolfgang. „Aber Sie werden für den Augenblick Ihren Weg nicht fortsetzen können, gnädiges Fräulein, dort unten wird gesprengt, doch es kann nicht lange dauern, die Leute müssen in zehn Minuten fertig sein. Die junge Dame hatte das Hinderniß bereits bemerkt; der Weg, der den Abhang hinunter und in einiger Entfernung an der Brücke vorüberführte, war durch Wachen abgesperrt und eine Anzahl von Arbeitern war um einen riesigen Felsblock beschäftigt, der augenscheinlich gesprengt werden sollte. „Ich habe keine Eile,“ erwiderte sie gleichgültig. „Ich wollte ohnehin auf meinen Verlobten warten, der mich bat, vorauszureiten, da er ganz unerwartet mit Herrn Gronau zusammentraf. Ich möchte aber doch keinen zu großen Vorsprung haben. Sie lockerte die Zügel und schien ihre Aufmerksamkeit gleichfalls den Arbeitern zuzuwenden. Die letzte Nacht hatte einen völligen Umschlag der Witterung gebracht; ein kalter Regensturm hatte all die sonnige, duftige Schönheit ausgelöscht. Jetzt lag der Himmel grau und schwer über der Erde, die Berge standen wolkenumhüllt und in den Wäldern brauste der Wind – es war über Nacht Herbst geworden.

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